Städtepartnerschaft reloadet?

Es gibt zwar wieder etwas Hoffnung, dass unsere Veranstaltungsformate bald wieder in Teilen möglich sein könnten: Der Coronavirus scheint zumindest in Richtung Sommer etwas besser im Griff zu sein. Dennoch müssen wir konstatieren: Unsere Arbeit wurde durch die fiese Virusattacke gestoppt. Wir konnten kaum noch Aktivitäten durchführen. Unsere zarten Versuche, online durchzustarten, scheiterten an verschiedenen Dingen. Das alles, was in 2020 und 2021 geschah, ist für unsere Vereinsarbeit nicht nur schade, es ist ein Desaster.

Nun: Positiver auf den Veränderungsdruck scheinen die Förderinstitutionen zu blicken, wie einem Artikel von Natalie Stasczcak-Prüfer im DIALOG FORUM zu entnehmen ist. Bei der Stiftung für Deutsch-Polnische Begegnung oder auch beim Deutsch-Polnischen Jugendwerk wird nun flexibler gefördert, online ist vieles möglich.

Aber wie soll das bitte in einem Städtepartnerschaftsumfeld passieren, dass sich neu findet. Das Generationenwechsel, Ansprechpartnerwechsel und neue Strukturen abfedern muss? Wir mussten einsehen: So funktioniert das nicht, nicht so einfach und nebenbei.

Positiv: Was zu tun ist, ist klarer geworden

Wenn es für uns auch nicht so einfach war, auf Internetformate umzustellen, so wurde Einiges doch klarer. Vielleicht ist es auch eine Chance, zu erkennen, ob und welche Teile der Arbeit wirklich zählen. Ob es gelingt, das „Neuladen“ der Städtepartnerschaftsarbeit ohne Fehlermeldung durchzuführen.

Drei Thesen

  • Wir brauchen in Zukunft digitalbasierte Strukturen, um auch in Phasen der Nichtbegegnung die virtuelle Begegnung mit der Partnerstadt zu finden.
  • Wir müssen unserer erfahrenes Team und „digitale Ureinwohner“ – also junge Fans der jeweiligen Nachbarstadt – ergänzen.
  • Unser Vereinsleben sollte sich stärker auch in kleineren Begegnungen und nicht nur großen Projekten manifestieren.

Diese Text soll, bewusst pointiert, zur Diskussion anregen. Wir freuen uns auf Kommentare, auch kritische. Entweder hier im Kommentarfeld – oder per E-Mail an jens.hansel@freunde-kolbergs.de

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