Im Dokumentationszentrum

Führungen im Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung
Die Deutsch-Polnische Gesellschaft Berlin e.V. hat mit dem Dokumentationszentrum drei Führungstermine vereinbart, die sich neben der Dauerausstellung jeweils auch den Flucht-, Vertreibungs- und Zuwanderungsgebieten Ost- und Westpreußen, Pommern sowie Schlesien widmen werden. Dabei wird sowohl auf das Schicksal der ehemals deutschen Bevölkerung als auch auf die Zwangsmigration einer großen Zahl von Polinnen und Polen aus dem ehemaligen polnischen Osten in die genannten Gebiete eingegangen.
Fr 18.03.2022, 16.45 Uhr · Stresemannstraße 90, 10963 Berlin

Im 20. Jahrhundert und in der Gegenwart teilen Millionen Menschen die Erfahrung von Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration. Auch heute noch müssen zahlreiche Menschen unter Zwang Ihre Heimat verlassen. Viele von Ihnen kommen dabei ums Leben. Die Ursachen und Folgen von Zwangsmigration in Geschichte und Gegenwart unterscheiden sich: In Europa führten extremer Nationalismus und die exzessive Gewalt der Weltkriege im 20. Jahrhundert zu massenhaften Vertreibungen bis hin zum Völkermord. Kriege und bewaffnete Konflikte sind eine furchtbare Ursache für Flucht und Vertreibungen großer Menschengruppen, die Minderheiten angehören. Auch nutzen Regierungen Vertreibungen als staatliches Mittel zur Beilegung ethnischer und religiöser Konflikte.

Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung wurde am 23. Juni 2021 als einzigartiger Lern- und Erinnerungsort zum Thema Flucht, Vertreibung und Zwangsmigration vor allem im 20. Jahrhundert in Europa und darüber hinaus eröffnet. Träger des Dokumentationszentrums ist die Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung.

Die Ständige Ausstellung beleuchtet auf 1.500 Quadratmetern politisch, ethnisch und religiös begründete Zwangsmigrationen vor allem im 20. Jahrhundert in Europa und darüber hinaus. Flucht und Vertreibung der Deutschen im und nach dem von Deutschland ausgegangenen Zweiten Weltkrieg bilden dabei den Schwerpunkt der Präsentation. Im Erdgeschoss des Hauses werden auf einer Fläche von etwa 450 Quadratmetern regelmäßig Sonderausstellungen präsentiert.

Termine:

  • 18. März 2022, Regionaler Schwerpunkt Pommern
  • 22. April 2022, Regionaler Schwerpunkt Schlesien
  • 20. Mai 2022, Regionaler Schwerpunkt Ost- und Westpreußen

Treffen jeweils freitags um 16.45 Uhr vor dem Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Stresemannstraße 90, 10963 Berlin. ÖPNV: S1, S2, S25, S26, Bus M29, M41, S1A, jeweils Haltestelle Anhalter Bahnhof.

Mindestteilnehmer/innenzahl pro Führung: 10 Personen
Kosten: Eintritt frei, € 3,50 pro Person Führungsgebühr

Alle Informationen und Anmeldung:
https://www.dpgberlin.de/de/termine/2022/fuehrungen-im-dokumentationszentrum

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