Fontane

Donnerstag, 10. Oktober 2019
Polnisches bei Fontane
Vortrag von Gerhard Weiduschat (Berlin)

Grochow und Ostrolenka.


19.00 Uhr im Berlin-Saal der Berliner Stadtbibliothek, Breite Str. 36, Berlin-Mitte. Eintritt frei.

„Ende November[1830] brach in Nachwirkung der Ereignisse in Frankreich und Belgien die Insurrektion in Polen aus. Großfürst Konstantin wurde flüchtig, und nachdem man auf beiden Seiten gerüstet, kam es zu Beginn des folgenden Jahres zu den blutigen Schlachten bei Grochow und Ostrolenka. Die Namen von damals prägten sich mir so tief in die Seele, daß ich, als ich ein Menschenalter später in den zufällig mir zu Händen kommenden Briefen der Rahel Levin den Namen Skrzynecki und Rybinski begegnete, wie auf einen Schlag den Insurrektionskrieg von 30 und 31, einen der erbittertsten, die je ausgefochten wurden, wieder vor Augen hatte. Kein anderer Krieg, unsere eigenen nicht ausgeschlossen, hat von meiner Phantasie je wieder so Besitz genommen wie diese Polenkämpfe. (Th. F., Meine Kinderjahre, 1893).

Einen unabhängigen polnischen Staat hat Theodor Fontane zeit seines Lebens (1819-1898) nicht gekannt. Trotzdem hat er sich in Gedichten (Der Verbannte u.a.), Romanen (Vor dem Sturm, Unterm Birnbaum u.a.) und Autobiografischem (Meine Kinderjahre) mit Polinnen, Polen und polnischer Geschichte befasst. War Fontane ein Polenfreund? Der Vortrag gibt einen Überblick und versucht eine Antwort zu geben.

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