Ausstellung

17.1.2020, 16.30 Uhr, Pilecki-Institut, Pariser Platz, 10117 Berlin Einladung zur Führung durch die Ausstellung „Der Freiwillige. Witold Pilecki und die Unterwanderung von Auschwitz“ 

Das Pilecki-Institut Berlin wurde am 17. September 2019 im Rahmen der Gedenkfeiern zum 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkrieges eröffnet. 

Das Pilecki-Institut ist eine Forschungseinrichtung, die gegründet wurde, um internationale Forschungen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts durchzuführen und ein digitales Archiv mit Dokumenten aus Polen sowie aus ausländischen Archiven aufzubauen, damit die Geschichte des 20. Jahrhunderts dokumentiert, erforscht und unvergesslich gemacht wird. Das mit Berücksichtigung der polnischen Erfahrungen und des Schicksals polnischer Bürger.

Zur Person Witold Pilecki: 

Im Jahr 1940 hatte der Offizier Witold Pilecki den Plan entwickelt sich ins Konzentrationslager Auschwitz I in Oświęcim einschleusen zu lassen, um Informationen aus dem Lager zu sammeln und einen Aufstand der Gefangenen zu organisieren. Er präsentierte seinen Vorgesetzen seinen Plan. Man wusste bisher wenig über die deutschen Aktivitäten im Lager. Seine Vorgesetzten stimmten dem Plan zu und besorgten ihm einen falschen Pass mit dem Namen „Tomasz Serafiński“. Am 19. September 1940 ging er freiwillig bei einer Razzia in Warschau auf die Straße und wurde zusammen mit 2.000 Zivilisten (darunter Władysław Bartoszewski) von den Deutschen gefangen genommen. Nach zwei Tagen der Folter in einer Baracke der Wehrmacht wurden die Überlebenden ins KZ Auschwitz geschickt. Auf Pileckis Unterarm wurde die ihm zugewiesene Häftlingsnummer 4859 tätowiert.

Ein Bericht von ihm gelangte im März 1941 nach London. Das erste offizielle Dokument über Auschwitz im Besitz der Alliierten. Leider blieben die Alliierten passiv, denn man hielt den Bericht für übertrieben. Die Alliierten glaubten ihm nicht.

Am 26. April 1943 floh er aus dem KZ und warb bei den Führern des Polnischen Untergrundstaates darum, die Lager zu zerstören.

Wenn Sie mehr über diesen couragierten und mutigen Witold Pilecki erfahren möchten, sind Sie zu der Führung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin herzlich eingeladen. 

Wir bitten um Anmeldung für die Führung unter froesedpgb@gmail.com bzw. unter der Mobilnummer 0170 207 5297 bis zum 15. Januar 2020. 

Anfahrt:

Das Pilecki-Institut ist vom S-Bahnhof Unter den Linden fußläufig zu erreichen. Sie können auch den Bus 100, 245 nehmen bis S-Bahnhof Unter den Linden.

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